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Methodik & Quellen

Wie wir Hausgeld-Perzentile berechnen

Vollständige Offenlegung der Datenquellen, Bucket-Logik und Berechnungs­ formeln. Stand: 2026-05-14. Alle Quellen sind verlinkt — Re-Verifizierung ist jederzeit möglich.

Berechnungslogik

Hausgeld €/m²/Monat = Verwaltung + Rücklage + Betriebskosten + Heizung

Pro Komponente: P25, Median, P75 — separat ermittelt aus den jeweiligen Primärquellen, dann aufsummiert.

Verwaltung = Lookup(Einheitenbucket) + Großstadtaufschlag, dividiert durch User-Wohnfläche

Rücklage = Lookup(Baujahrbucket) + Aufzug-Aufschlag

Betriebskosten = Region-Median + Aufzug-Aufschlag + Großstadt-Aufschlag + (Premium-Aufschlag)

Heizung = Energieträger-Median × Baujahr-Effizienz-Faktor

Datenquellen (Primärquellen)

Betriebskosten pro Bundesland (€/m²/Monat ohne Heizung)

BundeslandP25MedianP75Quelle
Bayern1,401,602,00DMB Bayern Betriebskostenspiegel 2024
Nordrhein-Westfalen1,301,551,95DMB NRW Betriebskostenspiegel 2024
Berlin1,651,932,30Senat Berlin Betriebskostenuebersicht 2024 (n~1.700 Gebaeude)
Hessen1,401,652,05DMB Hessen + Wiesbaden-Erhebung 2026 (nebenkostenpro)
Hamburg1,551,752,10IW Köln Wohnnebenkosten 2023 + DMB-Konsens
Bremen1,501,752,10IW Köln 2023
Baden-Württemberg1,301,551,95Aggregat aus nebenkosten-assistent + DMB-Konsens
Rheinland-Pfalz1,201,451,80DMB-Aggregat
Saarland1,151,401,75DMB-Aggregat
Schleswig-Holstein1,251,501,85DMB-Aggregat
Niedersachsen1,101,351,70DMB Niedersachsen
Brandenburg1,101,351,70DMB-Aggregat Ost
Mecklenburg-Vorpommern1,001,251,60DMB-Aggregat Ost
Sachsen1,051,301,65DMB-Aggregat Ost
Sachsen-Anhalt1,001,251,60DMB-Aggregat Ost
Thüringen1,001,251,60DMB-Aggregat Ost

Verwaltervergütung nach Objektgröße (€/Einheit/Monat brutto)

Quelle: CRES-Verwalterentgeltstudie 2024/25 (Haus & Grund/IVD/DIA) + VDIV-Branchenbarometer 2025. Großstadt-Aufschlag: +5 €/Einheit.

EinheitenP25MedianP75
2 – 9 Einheiten354555
10 – 20 Einheiten283340
21 – 50 Einheiten252933
51 – 100 Einheiten222630
über 100 Einheiten202428

Erhaltungsrücklage nach Baujahr (€/m²/Monat)

Basis: II. Berechnungsverordnung (Höchstwerte für sozialen Wohnungsbau) + Marktkonsens für freifinanzierten Wohnraum. Mit Aufzug: +0,08 €/m²/Monat.

BaujahrP25MedianP75
Neubau (ab 2010)0,500,650,85
1990 – 20090,550,751,00
1970 – 19890,700,901,20
1949 – 19690,851,051,40
Vorkrieg (bis 1948)1,001,251,65

Heizung nach Energieträger (€/m²/Monat)

Heizspiegel 2025 (co2online, n > 90.000 Gebäude, Abrechnungsjahr 2024). Multipliziert mit Baujahr-Effizienzfaktor: Vorkrieg 1,50x · 50er-60er 1,35x · 70er-80er 1,15x · 90er-00er 1,00x · Neubau 0,70x.

EnergieträgerP25MedianP75
Gas1,001,231,55
Heizöl1,001,231,55
Fernwärme1,201,461,80
Wärmepumpe0,600,811,05
Pellets / Holz0,500,630,85
unbekannt / Mix0,901,201,55

Grenzen der Methodik

Aggregat-Daten ≠ Einzelfall: Die Perzentile bilden den bundesweiten / landesweiten Markt ab. Ihr konkretes Objekt kann systematisch abweichen — etwa bei besonderem Sanierungsstau, Premium- Ausstattung oder ungewöhnlicher Wohnungsstruktur.

Komponenten-Korrelation: Die Summe der Komponenten- Perzentile (P25 / Median / P75) ist eine konservative Schätzung — strikt statistisch sind die Komponenten teilweise korreliert (z. B. alter Baubestand → höhere Heizung UND höhere Rücklage), wodurch die Spannweite in der Realität etwas enger oder weiter sein kann.

Stadt-Granularität: Wir nutzen Bundesland-Median plus Großstadt-Aufschlag. Eine direkte Frankfurt-Stadtteil-Erhebung existiert in keiner öffentlichen Quelle.

Premium-Aufschlag: Die +0,60-2,00 €/m² für Premium- Ausstattung (Concierge, Pool, Tiefgarage) sind Marktschätzung — keine statistisch belegte Verteilung.

Datenpflege

Wir überprüfen die Datenbasis quartalsweise. Sobald der DMB einen neuen Betriebskostenspiegel veröffentlicht (jährlich im Dezember), das VDIV sein Branchenbarometer aktualisiert (typisch im Frühjahr), oder co2online einen neuen Heizspiegel publiziert (jährlich Q3), arbeiten wir die neuen Werte ein.

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