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politik

Der Koalitionsvertrag 2025: Auswirkungen auf die Immobilienbranche

Die neue Bundesregierung hat ihren Koalitionsvertrag vorgelegt. Welche Vorhaben betreffen Immobilieneigentümer, Vermieter und Verwalter?

Maximilian Schaper
15. April 2025
7 Min. Lesezeit

Einleitung


Die neue Bundesregierung hat ihren Koalitionsvertrag veröffentlicht. Das Papier enthält zahlreiche Vorhaben, die die Immobilienbranche betreffen – von Mietrecht über energetische Sanierung bis zu Bürokratieabbau. Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Ankündigungen ein.


Wohnungsmarkt und Mietrecht


Mietpreisbremse und Mieterschutz


Die Koalition bekennt sich zur Verlängerung der Mietpreisbremse. Darüber hinaus sollen Indexmieten begrenzt und Regelungen zu möbliertem Wohnen sowie Kurzzeitvermietung verschärft werden. Eine Expertenkommission soll Reformvorschläge erarbeiten.


Wohneigentumsförderung


Die Koalition kündigt an, den Erwerb von Wohneigentum erleichtern zu wollen. Konkret genannt werden zinsgünstige Kredite für Familien und ein Programm „Jung kauft Alt" zur Förderung des Erwerbs von Bestandsimmobilien mit Sanierungspflicht.


Energiepolitik und Gebäudesektor


Technologieoffenheit


Der Koalitionsvertrag betont Technologieoffenheit bei der Wärmeversorgung. Die starre 65-Prozent-Regel des GEG soll beibehalten, aber durch Quartierslösungen und flexible Umsetzungswege ergänzt werden.


Förderprogramme


Die Fortführung und Vereinfachung der Förderprogramme für energetische Sanierung wird angekündigt. Die KfW-Förderlandschaft soll übersichtlicher gestaltet werden. Die Rückkehr zur EH55-Förderung für Neubauten wird in Aussicht gestellt.


Kommunale Wärmeplanung


Die Fristen für kommunale Wärmepläne bleiben bestehen: Großstädte bis Mitte 2026, kleinere Kommunen bis 2028. Die Koalition betont die Bedeutung einer guten Abstimmung zwischen Gebäudeenergiegesetz und lokaler Planung.


Bürokratieabbau und Digitalisierung


Gebäudetyp E


Die Umsetzung des Gebäudetyp E für einfacheres Bauen wird angekündigt. Die Abkehr von der starren Bindung an anerkannte Regeln der Technik soll Rechtsunsicherheiten verringern.


Digitale Verfahren


Ein digitales Verfahrensrecht soll Planungs- und Genehmigungsprozesse beschleunigen. Die digitale Bauakte und bundesweit einheitliche Standards werden angestrebt.


Bürokratiekosten


Eine unabhängige Stelle soll die Kostenfolgen von DIN-Normen prüfen. Ziel ist mehr Transparenz über die wirtschaftlichen Auswirkungen technischer Regelwerke.


Versicherung und Vorsorge


Elementarschadenversicherung


Die Einführung einer verpflichtenden Elementarschadenversicherung für Wohngebäude wird angekündigt. Details zur Ausgestaltung – insbesondere zur Versicherbarkeit gefährdeter Lagen und zur Prämienhöhe – bleiben offen.


Einordnung und Kritik


Positiv


Der Koalitionsvertrag enthält richtige Ansätze: Technologieoffenheit, Bürokratieabbau und die Vereinfachung der Förderlandschaft werden von der Branche begrüßt.


Kritisch


Viele Vorhaben stehen unter Finanzierungsvorbehalt. Formulierungen wie „wir wollen" oder „wir prüfen" lassen Entschlossenheit vermissen. Die angekündigten Verschärfungen im Mietrecht könnten Investitionen in den Mietwohnungsbau dämpfen.


Abwartend


Die Umsetzung wird zeigen, ob die Ankündigungen substanzielle Verbesserungen bringen. Die Branche wird die parlamentarischen Verfahren aufmerksam begleiten.


Fazit


Der Koalitionsvertrag 2025 enthält für die Immobilienbranche Licht und Schatten. Positive Ansätze bei Bürokratieabbau und Fördervereinfachung stehen kritisch zu bewertenden mietrechtlichen Verschärfungen gegenüber. Die konkrete Ausgestaltung wird über die tatsächlichen Auswirkungen entscheiden.


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*Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und Einordnung politischer Vorhaben.*

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Maximilian Schaper

Maximilian Schaper

Geschäftsführer bei Verto GmbH

Maximilian Schaper ist Geschäftsführer der Verto GmbH und verfügt über mehrjährige Erfahrung in der digitalen Transformation der Immobilienverwaltung. Er setzt sich für transparente, effiziente und rechtssichere Verwaltungsprozesse ein.